XEN Installation auf Debian Lenny / Etch

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XEN Virtualisierung, was ist das ?

Grundgedanke: Ähnlich wie VMWare lässt sich mit XEN eine Virtualisierung verwirklichen. Hierbei wird auf einem Host-System eine virtuelle Umgebung für mehrere „Gast-Systeme“ erstellt. Die Gast-Systeme arbeiten dann in ihrer virtuellen Umgebung wie normale eigenständige PCs oder Server. So kann man beispielsweise SQL-Server, Mail-Server, WEB-Server und andere Dienste sauber voneinander trennen. Den einzelnen Gast-Systemen werden auch entsprechende Prioritäten zugewiesen, so dass das Wirtssystem für den Administrator erreichbar sein sollte.

XEN Installation auf dem Host-System

Der XEN-Host – oder auch Dom0 genannt – sollte ein reiner Verwaltungs-Server für die XEN-Clients sein, weitere Dienste sollten schon aus Sicherheitsgründen nicht installiert sein.An dieser Stelle sollte man sich über eine sinnvolle Partitionierung Gedanken machen. Für XEN gibt es lokal 2 Möglichkeiten, die Clients zu installieren. Zum einen in Images, zum anderen auf einem eigenen Filesystem (hier wird meist LVM benutzt). Auf beide Installationsarten der Clients wird separat eingegangen. In beiden Fällen empfiehlt es sich, eine Partitionierung in folgender Art vorzunehmen:

/boot (50 MB)
/ (5-10 GB)

Möchte man die Clients in Images installieren, so kann man nun eine weitere Partition mit der restlichen Größe anlegen, beispielsweise unter

/clients

Nachdem der Server mit einem Debian Etch oder Lenny installiert wurde und sauber startet, können nun die XEN-Pakete apt-get installiert werden. Mit folgendem Befehl installiert man das XEN-System:

# apt-get remove exim4 exim4-base lpr nfs-common pidentd pcmcia-cs pppoe pppoeconf ppp pppconfig
# apt-get install xen-linux-system-2.6.26-1-xen-686 xen-tools bridge-utils

Erhöhung der loop-Devices

Dies ist eigentlich nur bei Installationen der Clients in Images notwendig. Hierbei werden die Dateien, die zu den Clients gehören in einer immer größer werdenden Datei gespeichert. Diese Datei wird über ein „loop-device“ als virtueller Datenträger in das System gemountet. Standardmäßig sind in dem System zu wenig loop-devices definiert, mit einer Anpassung kann man dieses Problem aber beheben. Hierzu ist lediglich in die Datei /etc/modprobe.d/loop die Zeile

options loop max_loop=50

einzutragen.

Durch diese Prozedur wird XEN auf dem System normalerweise komplett installiert, man muss also eigentlich keine Anpassungen mehr an Grub oder ähnlichem vornehmen. Es gibt lediglich einen Punkt, den man ändern kann, wenn man lokal auf dem Server arbeitet. Der XEN-Kernel startet mit der normalen Text-Oberfläche mit 640×480 Pixel Auflösung. Ist man direkt am Server beschäftigt, kann man den Kern noch dazu bringen, eine andere Auflösung zu benutzen, beispielsweise 1024×768. Hierzu bearbeitet man die Datei

/boot/grub/menu.lst

Die Zeile kernel. Einfach hinten anfügen: vga=gfx-1024x768x16

kernel xen... vga=gfx-1024x768x16

Grub sollte danach noch geupdatet werden:

update-grub

Nach einem Neustart sollte der Server mit dem XEN Kernel hochfahren. Testen kann man dies durch den Befehl:

# uname -r
xen-3.1.26

Sollte hier ein anderer Kernel ohne „xen“ stehen, muss dder Grub-Bootloader geprüft werden, warum ein anderer Kernel geladen wurde.



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