Mailserver auf open Relay testen
Open Relay hört man oft, wenn es um Spam geht. Ein open Relay heisst übersetzt offenes weiterleiten und bedeutet im Klartext, dass der Server von jedem un überall emails annimmt und an die entsprechende Empfängeradresse weiterleitet. So können einfach Spam-Mails in grossen Mengen verschickt werden ohne dass die eigene Hardware darunter leidet. Sollten Empfängeradresse nicht erreichbar sein, ist das das Problem des sendenden Servers – des Open-Relay Servers. Auch kann es rechtliche Folgen haben, wenn Spam-Mails über einen solchen Server verschickt werden.
Weiterhin landen solche Open-Relay Server meist nach kurzer Zeit auf im Internet öffentlichen Blacklists, die von anderen EMail-Servern benutzt werden, um zu prüfen, ob emails von dem Server angenommen werden sollen oder nicht. Landet ein solcher Server auf einer dieser Listen, so wird er es sehr schwer haben, noch irgendwelche Mails zuzustellen. Open Relay mit Telnet prüfen
Ein Server lässt sich einfah mit dem Programm telnet (verfügbar auf Linux- und Windows-Betriebssystemen) prüfen.
Unter Windows starten Sie eine DOS-Box, klicken Sie auf Start, Ausführen, und tippen cmd ein, danach OK
Die IP Adresse oder der Servername muss bekannt sein.
Die Eingabe (auf einem anderen PC oder Server) von
telnet mail.meinserver.com 25
öffnet eine Verbindung zum Server auf dem Port 25 (smtp – Mail)
Normalerweise sollte der Server dann antworten:
220 mail.meinserver.com SMTP
Nun identifizieren sich normalerweise anfragende Server mit einem
HELO
Wenn der Server nun mit
250 OK
antwortet, haben sich alle vorgestellt.
Nun muss dem Server mitgeteilt werden, wer der Absender ist. Hier muss eine Serverfremde Domain gewählt werden.
MAIL FROM:user@spamsender.com
Hier antwortet der Server im Normalfall mit einem
250 Address Ok.
sofern die Domain existent ist. Dies ist auch soweit ok, sollte dies hier geblockt werden, würden der Server gar keine emails annehmen, also könnten auch keine fremden emails zugestellt werden.
Interessant ist der Empfänger. Hier sollte der Server nur Servereigene Domains zulassen. Es muss aber auch hier eine Serverfremde Domain eingegeben werden, um eine Fehlermeldung zu provozieren:
RCPT TO:user@spamempfaenger.com
Hier sollte der Server dann die Annahme mit einer Fehlermeldung verweigern:
553 sorry, that domain isn't in my list of allowed rcpthosts
Sollte der Server mit
250 user@spamempfaenger.com OK
antworten, handelt es sich hier um einen Open Relay und könnte zum verschicken von Spam-Mails benutzt werden.
Testweise könnte man nun den Befehlen:
DATA Das ist eine Testmail .
einen Mailtext eingeben.
In jedem Fall wird die Verbindung zum Server mit dem Befehl
quit
geschlossen.
Die beschriebenen Meldungen der Server sind sinngemeäß. Interessant sind immer OK oder Fehlernummern über 500.
Panic-Test
Abuse bietet einen „Panic-Test“ an. Dieser Test erfolgt über die Konsole und wird mittels eines Telnet-Aufrufes gestartet. Der Testserver stellt dann innerhalb kurzer Zeit 20 Anfragen an den Mailserver, Mails in verschiedenen Konstellationen anzunehmen und zu versenden. Hier sollten alle Anfragen geblockt werden.
Zu starten ist dieser „Panic-Test“ folgendermassen:
Öffnen Sie eine Konsole auf dem zu testenden Mailserver und geben Sie ein:
telnet relay-test.mail-abuse.org
Kurz darauf sollten Anfragen auf den eigenen Server laufen, das Resulatat erscheint dann in der Konsole. Hinweis
Manche Server spielen einem auch nur einen Open Relay vor. Sie nehmen zwar sämtliche emails an, aber verschicken sie nicht, sondern verwerfen sie.
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[...] nächstes kann man einen Open-Relay test vornehmen, um festzustellen, ob die Konfiguration auch korrekt [...]