Root-Server

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Was ist ein Root-Server / dedizierter Server?

Ein Root-Server ist ein echter eigenständiger Server, der bei einem Provider im Rechenzentrum steht und auf dem man Administrator-Rechte, sogenannte “root”-Rechte erhält. Man hat den Server also alleinig unter Kontrolle und kann sozusagen machen, was man will.

Für was gibt es Root-Server?

Root-Server werden meistens von Administratoren gemietet, die spezielle Software laufen lassen wollen oder viel Rechenpower benötigen. Man kann den Server mit einer bestimmten Konfiguration anmieten (CPU, Ram) um so bei seinen Anwendungen Lastprobleme zu vermeiden. Große Onlineshops würden nicht auf einem Webspace oder kleinen vServer laufen. Hierfür ist dann ein eigener Server notwendig, auf dem der Administrator eigene Einstellungen vornehmen kann, die es evtl. auf einem Webspace nicht geben würde.

Was ist denn dieses Linux auf meinem Root-Server?

Linux ist ein Betriebssystem, wie es Windows beispielsweise auch ist. Auf diesem Betriebssystem laufen die Anwendungen (Dienste), die der Server bedienen soll. Linux ist ein sehr verbreitetes Betriebssystem unter Root- und vServern, da es Open-Source und kostenlos ist. Man kann es einfach downloaden und installieren. Dadurch, dass es Open-Source ist, wird es von einer großen Linux-Gemeinde ständig weiter entwickelt und verbessert. Auch gibt es jede Menge kostenlose Anwendungen für Linux.

Ich haber keine Erfahrung mit Linux, kann ich trotzdem einem Root-Server betreiben?

Leider denken das viele “Administratoren” (absichtlich in Anführungsstriche geschrieben). Es gibt einige Verwaltungssoftware wie Plesk oder Confixx, die einem das Administrieren eines Servers vereinfachen. Allerdings sollte man als Verantwortlicher eines Root-Servers trotzdem Ahnung davon haben, was der Server tut. Erfahrung mit Linux ist also Voraussetzung. Linux, beispielsweise das weit verbreitete Debian-Linux oder Unbuntu kann kostenlos aus dem Internet geladen werden. In Verbindung mit VMware-Player kann sich jeder angehende Administrator zuhause eine virtuelle Maschine einrichten und Linux darin installieren. So können die ersten Schritte eingeleitet werden, bevor ein Server angemietet wird.
Alternativ kann (meist gegenAufpreis) Windows als Betriebssystem gewählt werden. Hier sollte der Administrator allerdings ebenfalls wissen, was er tut und wie ein Root-Server unter Windows abgesichert wird.

Ich habe zuhause auch ein PC, da kann ein Root-Server doch nicht so schwer sein?

Ein PC zuhause ist kein Vergleich mit einem eigenen Server im Internet. Man muss bedenken, die meisten Server laufen rund um die Uhr mit voller Anbindung ans Internet. Es gibt viele böse Menschen (Hacker), die Root-Server hacken, eindringen und den Server dann für eigene Belange umkonfigurieren. Sei es, dass der Root-Server auf einmal massenweiße Spam-Mails verschickt oder über die eigenen Webpräsenz auf einmal Viren und Trojaner verteilt werden. Ein PC zuhause kann man ausschalten und hat ihn normalerweise unter Kontrolle, wenn er läuft. Bei einem Root-Server sieht das anders aus. Hacker steigen meist Nachts ein und bis man merkt, dass etwas nicht stimmt, kann es evtl. schon zu spät sein.

Was kann denn mit einem Root-Server passieren?

Wie erwähnt ist ein Root-Server ein Server, der permanent im Internet angebunden ist. Somit auch jederzeit erreichbar, meist mit mindestens 100 MBit = 10 MegaByte / Sekunde. Dies bedeutet, ein Hacker, der einen Root-Server übernommen hat, hat die Möglichkeit, 10 MB pro Sekunde in das Internet zu verschicken. Nun kommt es darauf an, was der Hacker vor hat. Hier gibt es dann viele Möglichkeiten, es werden Spam-Mails verschickt, es werden illegale Dateien angeboten, es werden Phishing-Seiten gehostet, der Server wird in ein Botnetz eingebunden und DDoS Angriffe gegen andere Server oder Webseiten betrieben. All dies ist illegal, verboten, strafbar. Die Haftung in diesen Fällen übernimmt der Server-Betreiber, der den Server beim Provider angemietet hat.
Viele Provider bieten interne Überwachungsmöglichkeiten, die feststellen sollen, ob sich ein Server ungewöhnlich verhält, und schalten diesen meist dann ab. Aber auch bis dahin kann es schon zu spät sein. Abgesehen davon, dass ein gehackter Server die meisten Provider dazu veranlasst, das Vertragsverhältnis fristlos zu kündigen, können auch noch Schadensersatzansprüche der geschädigten Serverbetreiber oder Webseitenbetreiber auf einen zu kommen. Spätestens hier sollte dann die Polizei und ein Anwalt eingeschaltet werden. Deshalb ist es notwendig, sich über eine Serverabsicherung Gedanken zu machen.

Serverabsicherung?

Man kann seinen Root-Server auch absichern. Hierfür gibt es einige Regeln zu beachten.

Der wichtigste Punkt ist sehr wahrscheinlich Punkt 1 – regelmäßige Betriebssystem-Updates. Hierbei werden erkannte Schwachstellen in Anwendungen bereinigt. Unter Debian ist hierfür der Befehl

# aptitude update
# aptitude upgrade

und sollte regelmäßig ausgeführt werden.

Diese 7 Regeln sind nur ein kleiner Teil zur Serverabsicherung. Je nach Anwendungsbereich kann noch viel mehr gemacht werden. Denn ebenfalls wichtig ist der menschliche Teil, regelmäßig den Server prüfen, macht er, was er soll, wie hoch ist das Traffic-Aufkommen, sind zusätzliche Dienste aktiv

# ps afx

und vieles mehr.

Sollten Sie dennoch Probleme haben, einen Root-Server zu installieren oder zu betreiben, kann es auch sinnvoll sein, sich hierfür einen Administrator zu suchen, der dies übernimmt. Alternativ bieten viele Provider auch “Managed Server an”.

Managed Server, ist das das Richtige für mich?

Managed Server sind vom Provider konfigurierte und betriebene Server. Es sind immernoch eigene Root-Server mit dem Unterschied, dass der Betreiber meist keinen Root-Zugriff erhält, dies erledigt der Provider. Die Managed-Root-Server sind meist etwas teurer, aber vom Provider konfigurierte, abgesicherte und auch aktuell gehaltene Server. Der Betreiber muss sich also keine Gedanken über Updates oder ähnliches machen, trotzdem erhält man die volle Server-Leistung.

Viele Provider bieten hier auch einen Schutz an, wenn der Server übernommen werden wollte, bekommt man kostenlos einen neuen Server, oder ähnliches.

Für Betreiber, die von Linux oder Root-Server Betrieb wenig Ahnung haben, trotzdem aber einen leistungsstarken Auftritt mit einem Server benötigen, ist ein Managed Server durchaus die Alternative.

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