Mit Munin Server überwachen und Daten sammeln (Installation und Konfiguration)

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munin

Jeder Server-Administrator möchte über seinen Server bescheid wissen. Er möchte wissen, wie arg die CPU ausgelastet ist, wie arg die Netzwerke belastet sind, Festplattenspeicher-Auslastung bis hin zur Temperatur der Festplatte.
Munin ist hierbei eine Monitoring Software, die es komfortabel ermöglicht, einen bis hin zu einer ganzen Serverfarm zu überwachen.

Munin Monitoring Software auf Debian installieren

Munin ist bereits in Debian Repository enthalten und kann einfach installiert werden. Zuvor muss man sich überlegen, wie die Umgebung genau aufgebaut ist. Munin besteht aus einem Client-Modul sowie aus einem Anzeige-Modul.

Möchte man beispielsweise mehrere Server überwachen, ist es sinnvoll, einen Munin-Server zu betreiben, der die Daten von den einzelnen Servern abholt, aufbereitet und darstellt. Hier ist es also nicht notwendig, das Anzeigem-Modul auf jedem einzelnen Server zu installieren, hier reicht das Client-Modul. Der weitere Vorteil ist, man hat alle Server in einer Übersicht.
Auf einem einzelnen Server muss demnach allerdings das Client- sowie das Anzeige-Modul installiert werden.

Munin-Node auf Clients installieren

Zu beginn müssen alle Clients bestückt werden. Hier reicht es aus, den Munin-Node zu installieren.

# aptitude install munin-node

Dies installiert den Client auf den Server. Für jeden Server muss diese Prozedur wiederholt werden und auch die Konfigurations-Datei von Munin angepasst werden.
Die Konfigurations-Datei für den Clienten liegt unter /etc/munin/munin-node.conf und sollte geprüft werden.
Zunächst sollte der Servername angepasst werden, damit die Statistiken auch einem Server zugewiesen werden können

host_name server.domain.tld

Sollen beispielsweise die Daten von einem Munin-Hauptserver abgeholt werden, so muss die Zeile

allow ^127\.0\.0\.1$

auf die IP des Hauptservers angepasst werden.
Bleiben die Daten auf dem Server, so ist es nicht notwendig, den Munin-Node für die Außenwelt zu öffnen und man lässt die Anweidung allow auf den localhost 127.0.0.1
Allerdings kann dann noch die Anweidung “host” auf 127.0.0.1 geändert werden

host 127.0.0.1

Der Node ist nun konfiguriert und kann restartet werden

# /etc/init.d/munin-node restart

Ab sofort sammelt dieser nun Daten und wartet, bis diese abgeholt werden

Munin-Server auf Debian installieren

Soll der Client-Server auch gleichzeitig der Anzeige-Server sein, muss die Installation vom Munin-Anzeigeserver natürlich auf dem selben Server passieren. Ansonsten erfolgt die Installation auf dem dafür vorgesehenen Server, der die Daten zusammen sammeln soll.

# aptitude install munin

Diese Installation fällt etwas umfangreicher aus, aber nachdem alle Pakete installiert wurden, kann der Anzeigeserver nun mit der Datei /etc/munin/munin.conf konfiguriert werden.
Zunächst müssen die Clients dem Anzeigeserver bekannt gemacht werden, dies gilt auch für den localhost, wenn es nur einen Client gibt.

[localhost.localdomain]
address 127.0.0.1
use_node_name yes

muss entsprechend angepasst werden. Für nur localhost reicht es aus, das localhost.localdomain in den Server-Namen zu ändern.
Möchte man einen Server-Verbund abfragen, müssen alle Clients eingetragen werden

[server1.domain.tld]
address 192.168.0.100
use_node_name yes

[server2.domain.tld]
address 192.168.0.101
use_node_name yes

Desweiteren, gibt wieder für beide Konfigurations-Möglichkeiten, müssen die Speicherort angepasst werden. Diese befinden sich zu beginn der Konfigurationsdatei und müssen entsprechend auskommentiert werden

dbdir /var/lib/munin
htmldir /var/www/munin
logdir /var/log/munin
rundir  /var/run/munin
tmpldir /etc/munin/templates

“htmldir” ist in diesem Fall das DocRoot für den Webserver, der später die Statistiken anzeigen soll. Dies muss unter Umständen angelegt werden

# mkdir -p /var/www/munin[/hmtl]
und im Webserver ein virtueller Host angelegt werden.
Da der Cron-Aufruf des Munin-Servers als Benutzer "munin" läuft, muss das Web-Verzeichnis entsprechende Rechte bekommen
1# chown munin:munin /var/www/munin

sonst erhält man “Permission denied” Fehlermeldungen.

Datensammeln mit Munin

Auf dem Anzeige-Server von Munin wird nun alle 5 Minuten die Server abgefragt und die Daten zur Anzeige aufbereitet. Hat man mehrere Server, wird zunächst eine Übersicht der Server angezeigt, sortiert nach den Servernamen auf dessen Link man klicken kann. Darauf hin folgt dann die detailierte Übersicht des Server-Statuses.

Die Daten werden erst nach einiger Zeit aussagefähig, mindestens einen tag sollte Munin laufen, damit man einen 24 Stunden Graphen erhält.



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Eine Kommentar zu: Mit Munin Server überwachen und Daten sammeln (Installation und Konfiguration)

  1. Mark sagt:

    Danke, ich kannte zwar Munin schon, aber dass man damit ganz komfortabel mehrere Server auf einmal überwachen kann, dass wusste ich nicht. Ich habe das mal auf meinen installiert und beobachte das mal.

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