Debian Linux Raid nachträglich aufbauen

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Data storage

Eine Platte in einem Raid 1 Verbund ist defekt und wird ausgetauscht. Als Austauschplatte erhält man eine jungfräuliche Festplatte, die nun wieder in das Raid-System eingebunden werden muss. Wie binde ich eine Ersatz-Festplatte unter Debian Linux in das System ein?

Feststellen der Begebenheiten

In einem Raid 1 Verbund (Mirroring) ist wenigstens eine Festplatte immer mit den korrekten Daten bestückt. Nach einem Austausch der defekten Platte müssen also die Daten wieder auf diese gespielt werden und dsa Raid aktuell geschaltet werden. Normalerweise kein Hexenwerk, allerdings ist ein Reboot von nöten.

Zunächst muss aber fest gestellt werden, welche Platte nun die neue und welche Platte die alte mit den Daten ist.

Hierzu benutzt man den Befehl fdisk

# fdisk -l -c

und die Ausgabe könnte so aussehen:

Disk /dev/sda: 500.1 GB, 500107862016 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 60801 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x0347b93a

Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1   *           1          13      102400   fd  Linux raid autodetect
/dev/sda2              13         536     4194304   82  Linux swap / Solaris
/dev/sda3             536       60802   484088856   fd  Linux raid autodetect

Disk /dev/sdb: 500.1 GB, 500107862016 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 60801 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x00000000

Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System

Disk /dev/md0: 104 MB, 104845312 bytes
2 heads, 4 sectors/track, 25597 cylinders
Units = cylinders of 8 * 512 = 4096 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x00000000

Disk /dev/md0 doesn't contain a valid partition table

Disk /dev/md1: 495.7 GB, 495705800704 bytes
2 heads, 4 sectors/track, 121021924 cylinders
Units = cylinders of 8 * 512 = 4096 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x00000000

Disk /dev/md1 doesn't contain a valid partition table

Disk /dev/dm-0: 5368 MB, 5368709120 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 652 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x00000000

Disk /dev/dm-0 doesn't contain a valid partition table

Disk /dev/dm-1: 107.4 GB, 107374182400 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 13054 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x00000000

Disk /dev/dm-1 doesn't contain a valid partition table

Interessant hier ist zu sehen, dass auf der Festplatte /dev/sda die Partitionen vorhanden sind, Festplatte /dev/sdb ist leer. Somit ist die neue Festplatte identifiziert – /dev/sdb.

Demnach sollte die Raid-Ausgabe ähnlich aussehen:

# cat /proc/mdstat

Ausgabe

Personalities : [raid1]
md1 : active raid1 sda3[0]
484087696 blocks super 1.2 [2/1] [U_]

md0 : active raid1 sda1[0]
102388 blocks super 1.2 [2/2] [U_]

unused devices: <none>

Partitionstabelle auf die neue Festplatte übertragen

Damit die neue Festplatte in den Raid-Verbund aufgenommen werden kann, muss sie die selben Partitionsinformationen beinhalten, wie es die derzeit aktuelle Festplatte tut.

Es müssen also zunächst die Partitionsinformationen übertragen werden:

# sfdisk -d /dev/sda | sfdisk --force /dev/sdb

Da nun die Festplatte über Partitionen verfügt, sollten hier gleich die Boot-Informationen installiert werden, damit von der Platte auch gebootet werden kann.

# grub-install --no-floppy /dev/sdb
# update-grub /dev/md0

Danach kann der Server neu gestartet werden

# shutdown -r now

Nun ist der Server mit 2 gleich gestalteten Festplatten ausgestattet und die Daten können gesynct werden.

Raid aufbauen – Datensynchronisation starten

Dies ist der letzte Schritt, der auch am längsten dauert. Die Daten müssen nun von der ersten Platte auf die 2. kopiert werden.

Hierzu bindet man einfach die zweite Platte in das Raid-System ein, die Synchronisation erfolgt dann automatisch.

Wichtig anzumerken ist bei diesem Punkt:

  • erhöhte Festplattenaktivität, es müssen alle Daten kopiert werden
  • ein Reboot startet die Synchronisation von vorn

Zum einbinden der neuen Festplatte in das bestehende Raid-System

# mdadm /dev/md0 -a /dev/sdb1
# mdadm /dev/md1 -a /dev/sdb3

Nun startet die Synchronisation von alleine.
Zu beobachten ist das unter dem mdstat

# cat /proc/mdstat


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