Zarafa 7 Groupware installieren – ein Open Source Mailserver

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Zarafa 7 ist ein Groupware-Server, der viele Vorteile besitzt. Die Basisversion ist kostenlos und erlaubt Verbindungen mit bis zu 3 Outlook-Clients. Gegenüber Outlook verhält sich Zarafa wie ein Exchange-Server mit allen Funktionen wie Email, Kalender, Kontakten. Weiterhin besitzt Zarafa die Möglichkeit, Smartphones mit Z-Push zu verbinden. Somit bekommt man Mails, Kalender und Kontakte ebenfalls auf ein Handy gepusht. Zarafa ist eine günstige Alternative zu Exchange.
Dabei ist der Download in der kleinen Version kostenlos. Möchte man mehr Verbindungen, gehen die Preise bei 80 Euro für das Starter Packet los.

Installations-Vorbereitungen auf Debian Squeeze

Ein Debian Squeeze sollte frisch installiert sein und auf den aktuellen Stand gebracht werden

# aptitude update
aptitude upgrade

Nun kann mit der Basisinstallation begonnen werden:

# apt-get install postfix-mysql procmail spamassassin  fetchmail clamsmtp apache2 mysql-server php5 <code></code>libsasl2-2 sasl2-bin libsasl2-modules

Dies installiert den Postfix-Mailserver, Procmail zur Mailverteilung, Spamassassin zur Spam-Prävention, Fetchmail um von andere Konten Mails abzuholen, Clamsmtp also Virenscanner, Apache als Weboberbläche, MySQL als SQL Datenbank und PHP5 als Laufzeitumgebung für den Apache.

Dies ist Voraussetzung, da Zarafa auf diese Module aufsetzt.

Es sollte eine Download-Umgebung angelegt werden, beispielsweise eine /work

# cd /
# mkdir /work
# cd /work

Nun kann der Zarafa Server gedownloaded werden.
Hierbei empfiehlt es sich, beim Hersteller einen Blick auf die aktuelle Version zu werfen. Dieses Source-Verzeichnis zeigt die Versionen an: http://download.zarafa.com/community/final/7.0/. Derzeit ist die aktuelle Version 31880. Dann muss noch die richtige Bit-Version geklärt werden. Auf 64Bit Umgebungen muss die x86_64-free, auf 32Bit Umgebungen die i386-free Version geladen werden.
Der Download für eine 64Bit Umgenung kann also beginnen

# wget http://download.zarafa.com/community/final/7.0/7.0.5-31880/zcp-7.0.5-31880-debian-6.0-x86_64-free.tar.gz

Dort kann diese Datei nun entpackt werden

# tar xvfz zcp-7.0.5-31880-debian-6.0-x86_64-free.tar.gz

und die Installation von Zarafa gestartet werden

# cd ./zcp-7.0.5-31880-debian-6.0-x86_64
# ./install.sh

Das Verzeichnis muss entsprechend angepasst werden, wenn eine andere Datei heruntergeladen wurde.

Konfiguration der Pakete

Zunächst sollte SASL eingerichtet werden

# adduser vmail

Eine neue Konfigurationsdatei muss erstellt werden
/etc/postfix/sasl/smtpd.conf
mit dem Inhalt

pwcheck_method: saslauthd
mech_list: PLAIN LOGIN

Die Datei
/etc/default/saslauthd
mit folgendem Inhalt füllen

START=yes
MECHANISMS=”rimap”
MECH_OPTIONS=”localhost”

Den User “postfix” in die Gruppe “sasl” hinzufügen

# adduser postfix sasl

und den SASL Dienst starten

# /etc/init.d/saslauthd start

Kommt hier die Fehlermeldung:
Short name (NAME) undefined in /etc/default/saslauthd, using default … (warning).
Starting : default.
so muss in der Datei /etc/default/saslauthd noch die Zeile

NAME="saslauthd"

hinzugefügt werden.

Postfix als Mailserver konfigurieren

Wir haben eine Beispieldatei als /etc/postfix/main.cf fertig konfiguriert. Diese kann hier geladen werden:

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/postfix-main.cf -O /etc/postfix/main.cf

In der Datei muss der Hostname “example.tld” in den Hostname des Servers umbenannt werden und “domain.tld” in den Domain.

Weiterhin eine neue Datei /etc/postfix/mysql-aliases.cf, die ebenfalls hier geladen werden kann:

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/postfix-mysqlaliases.cf -O /etc/postfix/mysql-aliases.cf

In dieser Datei müssen die Logindaten für den MySQL Server angepasst werden.

Auch die /etc/postfix/master.cf Datei muss geändert werden, ebenfalls zum herunterladen:

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/postfix-master.cf -O /etc/postfix/master.cf

Antivirenscanner ClamAV und Antispam Spamassassin

Hier gibt es ebenfalls eine Anpassung der Konfigurationsdatei

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/clamsmtpd.conf  -O /etc/clamsmtpd.conf

sowie für Spamassasin

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/spamassassin-local.cf -O /etc/spamassassin/local.cf

für Procmail eine neue Konfigurationsdatei

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/procmailrc -O /etc/procmailrc

und für Fetchmail ebenfalls eine neue Konfigurationsatei

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/fetchmailrc -O /etc/fetchmailrc

Nun müssen die Dienste noch aktiviert und gestartet werden
Dazu in der Datei /etc/default/spamassassin

ENABLED=1

ändern und die Dienste starten

# /etc/init.d/spamassassin start
# /etc/init.d/clamsmtp restart
# /etc/init.d/postfix restart

Zarafa Umgebung konfigurieren

Für den Apache muss nun ein virtueller Host angelegt werden. Hierfür haben wir wieder eine Beispieldatei vorbereitet

# wget http://www.server-wissen.de/scripts/zarafa7/apache2-vhost.conf -O /etc/apache2/sites-available/mail.domain.tld

Hier kann der Name “mail.domain.tld” bereits angepasst werden. In der Konfigurationsdatei müssen ebenfalls “domain.tld” in den Servernamen geändert werden.

Diese Datei muss nun für Apache2 aktiviert werden

# a2ensite mail.domain.tld

Nun kan nnoch das Z-Push Modul geladen werden. Auch hier empfiehlt es sich, die aktuelle Version beim Hersteller zu laden. Auf der Webseite http://download.berlios.de/z-push/ derzeit die Version 1.7

# cd /work
 # wget http://download.berlios.de/z-push/z-push-1.5.7-1101.tar.gz
 # tar xvfz z-push-1.5.7-1101.tar.gz
 # mv z-push-1.5.7-1101 /var/www/z-push

Nun den Apache2 neu starten

# /etc/init.d/apache2 restart

Zarafa 7 konfigurieren

Für Zarafa 7 kann SSL aktiviert werden und hierzu wird bereits ein Script mitgebracht

# mkdir /etc/zarafa/ssl
# cd /etc/zarafa/ssl
# sh /usr/share/doc/zarafa/ssl-certificates.sh

Hier sollte man sich die eingegebenen Passwörter merken.

Die Datei /etc/zarafa/server.cfg wir folgt anpassen

server_ssl_enabled = yes
server_ssl_port = 237
server_ssl_ca_file = /etc/zarafa/ssl/demoCA/cacert.pem
server_ssl_key_file = /etc/zarafa/ssl/server.pem
server_ssl_key_pass = &lt;sslpass&gt;

Ebenfalls in der Datei /etc/zarafa/server.cfg folgende Variablen anpassen

local_admin_users       = root vmail
#disabled_features = imap pop3

Und den Zarafa-Server neu starten

#/etc/init.d/zarafa-server restart
# /etc/init.d/zarafa-gateway restart

Zu guter letzte muss ein Anwender in Zarafa angelegt werden.

# zarafa-admin -c "benutzer" -f "Voller name" -e "benutzer@domain.tld" -a 1 -p "Passwort"

Wobei der Parameter -a für Adminrechte steht. -a 1 ist Admin ja, -a 0 ist Admin nein.

Die Weboberfläche ist nun unter dem in der vhost konfigurierten Domain erreichbar.

Sollte wieder erwarten die Fehlermeldung “Unknown MAPI Error: MAPI_E_NOT_FOUND” bei der Anmeldung auftreten, so muss noch der User-Space angelegt werden:

# zarafa-admin --create-store "benutzer"

bisherige Suchbegriffe:

  • unknown mapi error: mapi_e_not_found
  • zarafa debian squeeze
  • zarafa debian
  • zarafa 7 installation
  • zarafa installieren
  • postfix konfigurieren für zarafa
  • zarafa konfigurieren
  • zarafa einrichten
  • zarafa spamassassin
  • zarafa kalender insterlieren


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Eine Kommentar zu: Zarafa 7 Groupware installieren – ein Open Source Mailserver

  1. [...] einer frischen Zarafa Installation kann es zu dem Fehler “unknown mapi error: mapi_e_not_found” bei der Anmeldung im [...]

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