IPv6 in eine Standard Debian Installation konfigurieren

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IPv6, die neue Internet-Adressierung mit fast unendlich vielen Adressen, wird in Zukunft das alte IPv4 Verfahren ablösen. Mit den neuen IPv6 Adressen können fast alle Geräte direkt mit einer IP Adresse angesprochen werden. IPv4 ist dazu nicht in der Lage, da die Adressen nun bald alle ausgegeben und in Benutzung sind.

Wie konfiguriere ich IPv6 in eine Debian Installation

IPv6 wird kommen, das ist ziemlich sicher. Somit muss sich jeder Server Administrator früher oder später mit der Konfiguration von IPv6 auseinander setzen. Es empfiehlt sich, sich erst gründlich über IPv6 zu informieren, bevor irgendwelche Konfigurationen am Server geändert werden. Bestenfalls sollte die Konfiguration an einem Test-Server durchgeführt werden.

Beispiel einer Kombi-Konfiguration IPv4 und IPv6 in einer Debian Squeeze Umgebung

Zunächst muss sichergestellt sein, dass der Kernel IPv6 unterstützt.
Normalerweise werden IPv6 Adressen in einem /64er Netz herausgegeben. So ist es derzeit bei Hetzner und seid dieser Woche auch bei euserv möglich.

Informationen zu IPv6 können so aussehen:

IPs: 2a01:4f8:140:6323:: /64
 Gateway: 2a01:4f8:140:6320::1 /59

Verwendbare IP-Adressen:
 2a01:4f8:140:6323::2 bis 2a01:4f8:140:6323:ffff:ffff:ffff:ffff

Da bis auf weiteres IPv4 und IPv6 sehr wahrscheinlich paralell betrieben wird, müssen auch die alten IPv4 Adressen zusammen mit dem neuen IPv6 Adressbereich konfiguriert werden.

Eine Beispiel-Konfiguration wie diese /etc/networks/interfaces

# /etc/network/interfaces
# Loopback-Adapter auto lo iface lo inet loopback

auto eth0
 iface eth0 inet static
 # Haupt-IPv4-Adresse des Servers
 address 192.168.0.250
 netmask 255.255.254.0
 gateway 192.168.0.1

iface eth0 inet6 static
 # Haupt-IPv6-Adresse des Servers
 address 2a01:4f8:61:20e1::2
 netmask 64
 up ip -6 route add 2a01:4f8:61:20e0::1 dev eth0
 down ip -6 route del 2a01:4f8:61:20e0::1 dev eth0
 # Default Route
 up ip -6 route add default via 2a01:4f8:61:20e0::1 dev eth0
 down ip -6 route del default via 2a01:4f8:61:20e0::1 dev eth0

Natürlich sind die angegebenen IPv4 und IPv6 Adressen entsprechend der Angaben des Servers anzupassen.

Diese Konfiguration kann nun aktiviert werden

# /etc/init.d/networking restart

Wenn der Neustart des Netzwerk-Dämons erfolgreich war, kann geprüft werden, ob IPv6 ordnungsgemäß läuft

# ip -6 route show
 2a01:4f8:140:6320::1 dev eth0 metric 1024 mtu 1500 advmss 1440 hoplimit 4294967295
 2a01:4f8:140:6323::/64 dev eth0 proto kernel metric 256 mtu 1500 advmss 1440 hoplimit 4294967295
 fe80::/64 dev eth0 proto kernel metric 256 mtu 1500 advmss 1440 hoplimit 4294967295
 default via 2a01:4f8:140:6320::1 dev eth0 metric 1024 mtu 1500 advmss 1440 hoplimit 4294967295

Dies zeigt an, dass eine Router mit IPv6 erfolgreich etabliert wurde.
Nun kann ein Ping zu Google getestet werden

# ping6 ipv6.google.com
 PING ipv6.google.com(2a00:1450:8003::6a) 56 data bytes
 64 bytes from 2a00:1450:8003::6a: icmp_seq=1 ttl=56 time=13.2 ms
 64 bytes from 2a00:1450:8003::6a: icmp_seq=2 ttl=56 time=11.7 ms
 ^C
 --- ipv6.google.com ping statistics ---
 4 packets transmitted, 4 received, 0% packet loss, time 3003ms

Ab sofort ist der Server nun IPv6 fähig und kann auch entsprechend erreicht werden.

Hierzu muss allerdings noch der DNS Server angepasst werden. Es muss ein neuer AAAA Record hinzugefügt werden

www IN AAAA 2a01:4f8:140:6323::2

womit dann der Domain www.domain.tld ebenfalls für IPv6 verfügbar ist.

bisherige Suchbegriffe:

  • proxmox ipv6
  • debian ipv6 vservger
  • apache2 ipv6
  • debian ip6 konfigurieren
  • debian ipv6


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